Medizinische Inhalte werden in einer vereinfachten schematischen Weise bewusst oft unvollständig dargestellt.

KORTISOL

Kortisol wird von der Nebenniere unter dem Einfluss von ACTH gebildet. Es reguliert in verschiedenen Körperzellen die Stoffwechselaktivität. Ein Mangel an Kortisol kann durch eine Erkrankung der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) oder durch eine mangelnde Funktion der Nebenniere bedingt sein. Auch eine länger dauernde Kortisonmedikation kann nach Absetzen der Medikation einen vorübergehenden Kortisolmangel durch Unterdrückung der Hirnanhangsdrüsen- und Nebennierenfunktion bedingen.

Kortisol unterliegt einer Tagesrhythmik mit hohen Werten frühmorgens und absinkenden Spiegeln bis Mitternacht. Ein Großteil von Kortisol ist an CBG (Kortisol bindendes Globulin) gebunden. Nur ein kleiner Teil ist frei im Blut wirksam. Die Höhe von CBG wird z.B. durch die Einnahme der „Pille“ beeinflusst, so dass gelegentlich erhöhte Kortisolwerte unter Einnahme der „Pille“ gemessen werden, ohne dass dies einen Krankheitswert hat.