Medizinische Inhalte werden in einer vereinfachten schematischen Weise bewusst oft unvollständig dargestellt.

ADH

= antidiuretisches Hormon 

ADH
wird von der Hirnanhangsdrüse (Hypophysenhinterlappen) gebildet. Es sorgt an der Niere für eine Konzentration des Urins. Die Bildung von ADH in der Hirnanhangsdrüse wird durch die Konzentration der Salze im Blut reguliert sowie durch den Flüssigkeitszustand des Körpers.

Ein Mangel an ADH kann durch eine Erkrankung der Hirnanhangsdrüse zustande kommen (angeboren, durch Immunprozesse, durch Tumore, Operationen oder Bestrahlung). Ein Mangel an ADH führt zu einer verminderten Konzentrationsfähigkeit der Niere mit erhöhter Urinausscheidung (10 – 20 l pro Tag) und entsprechend vermehrtem Durstgefühl.

Eine vermehrte ADH-Produktion in der Hirnanhangsdrüse führt zu einer gesteigerten Wasserspeicherung im Körper mit Verdünnung der Blutsalze. Dies kann durch verschiedenste Ursachen ausgelöst werden (Medikamente; schwere Allgemeinerkrankungen, entzündliche Erkrankungen, Tumore).