Medizinische Inhalte werden in einer vereinfachten schematischen Weise bewusst oft unvollständig dargestellt.

DHEA-S

= Dehydroepiandrosteron-Sulfat

DHEA-S wird in der Nebenniere gebildet. Es ist ein Zwischenprodukt auf dem Weg der Kortisolbildung. Eine Verminderung von DHEA–S weist auf eine unzureichende körpereigene Kortisolproduktion hin. Hohe DHEA-S Werte treten bei angeborenen Erkrankungen auf, bei denen die Kortisolproduktion im Ablauf gestört ist (AGS). Abweichende Werte müssen nicht immer krankhaft sein.  

DHEA und DHEA-S werden in den Nebennieren in erheblich größeren Mengen produziert und an das Blut abgegeben als die lebensnotwendigen Hormone Kortisol und Aldosteron. Ob DHEA eine eigene Funktion im Körper hat und somit im Falle eines Ausfalles der Nebennierenfunktion ausgeglichen werden sollte, bleibt unklar. Derzeit gilt es als „Modedroge“ und die Einnahme ist mit Sicherheit unsinnig bei Menschen mit unauffälliger Nebennierenfunktion.